Wechsel Brustimplantate /
Kapselfibrose


Eingriffsdauer

Eingriffsdauer

1,5-2,5 Stunden
Art der Narkose

Art der Narkose

Vollnarkose
Aufenthalt

Aufenthalt

ambulant oder eine Nacht stationär
Nachbehandlung

Nachbehandlung

für 6 Wochen Spezial-BH
Schonzeit

Schonzeit

6 Wochen
Gesellschaftsfähig

Gesellschaftsfähig

nach 3-5 Tagen
Arbeitsfähig

Arbeitsfähig

nach 1 Woche
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Allgemeines zum Wechsel der Brustimplantate

Der häufigste Grund für einen

Implantat Wechsel

ist die Kapselfibrose. Aber auch der Wunsch nach einem größeren Implantat oder eine neue Brustform, was häufig nach Schwangerschaften oder Gewichtsveränderungen notwendig ist. Unsachgemäß eingesetzte, dislozierte oder defekte Implantate sind weitere Operationsgründe. Der

Implantat Wechsel

kann auch notwendig werden bei Silikonimplantaten der ersten und zweiten Generation, die vor dem Jahr 1990 hergestellt worden sind, die nicht die Qualität und Auslaufsicherheit neuerer Implantatgenerationen aufweisen.
Diese sollten nach 10 bis 15 Jahren gewechselt werden. Allen Gründen für einen Wechsel des Implantates liegt zugrunde, dass viel Erfahrung notwendig ist, die häufig verformte Brust wieder attraktiv und formschön zu gestalten. Durch seine Spezialisierung auf dem Gebiet der Brustchirurgie und Tätigkeiten in international anerkannten Brustzentren in Deutschland, Kanada und der Schweiz verfügt unser

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

PD Dr. med. Maximilian Eder über einen großen Erfahrungsschatz, insbesondere auf dem Gebiet der Korrekturen von misslungenen Brustoperationen.

Operation zum Wechsel der Brustimplantate

Der Implantat Wechsel von Silikonimplantaten zur

Brustvergrößerung

findet in Vollnarkose statt und dauert je nach Komplexität des Eingriffes zwischen 1,5-2,5 Stunden. Bei einem unkomplizierten Wechsel des Implantates zur reinen Vergrößerung der Brust kann das alte Implantat über einen Schnitt in der Unterbrustfalte entfernt werden und die Implantatkapsel muss ggf. leicht eingeschnitten werden und ein neues Implantat eingebracht werden. Schmerzen und Ausfallzeiten sind sehr gering. Bei einer ausgeprägten Kapselfibrose jedoch muss die Kapsel mitunter vollständig entfernt werden und ggf. auch zeitgleich eine

Bruststraffung

erfolgen. Oft ist der Weichteilmantel nach Entfernung der Kapsel so ausgedünnt, dass ein sogenannter „Logenwechsel“ sinnvoll sein kann. Hierbei wird die Lage des Brustimplantats verändert.
Ein bislang auf dem Muskel befindliches Implantat wird unter dem Muskel platziert, um eine bessere Bedeckung des Implantates zu gewährleisten. Teilweise ist es auch sinnvoll das ausgedünnte Weichteilgewebe in derselben Sitzung mittels der Transplantation von Eigenfett zu optimieren, um ggf. sichtbare Implantate mit zusätzlichen Eigengewebe zu bedecken. Drainagen können eingelegt werden, so dass es zu keiner Hämatom- oder Serombildung nach dem

Implantat Wechsel

kommt. Der Hautschnitt wird mehrschichtig mit feinem Nahtmaterial verschlossen und bereits im OP wird ein spezieller Stütz-BH angelegt. Die Nachsorge gestaltet sich vergleichbar wie bei einer

Brustvergrößerung mit Implantat

. Der Heilungsverlauf verläuft in der Regel unkompliziert. Natürlich besteht erneut ein Risiko für das Auftreten einer Kapselfibrose.

Weitere
Informationen

Was versteht man unter dem Begriff Kapselfibrose?

Wird ein Implantat zur Brustvergrößerung in die Brust eingesetzt, reagiert der Körper mit einer sog. Fremdkörperreaktion und bildet eine Kapsel aus Bindegewebe um das Silikonimplantat. Mitunter kommt es allerdings zu stark ausgeprägten Reaktionen, die zu einer Verdickung und zum Zusammenziehen der Kapsel führen können. Diese Kapselkontraktur kann schmerzhaft sein und kann die Brustform und Brustkontur verändern. 

Es gibt verschiedenen Grade der Kapselfibrose:

  • Grad I: leichte Verhärtung spürbar
  • Grad II: Spannungsgefühl und leichte Schmerzen
  • Grad III: Starke äußerlich sichtbare Verhärtung
  • Grad IV: schmerzhafte Verhärtung und Deformation der Brust

Die Entstehung einer Kapselfibrose kann durch bakterielle Besiedelung der eingebrachten Implantate hervorgerufen werden. Die genaue Ursache ist aber ungeklärt. Um eine Verunreinigung der Implantate während des Eingriffes zu verhindern verwende ich die sog. No-Touch-Technik und bringe die Implantate immer mit neuartigen Hilfsmitteln in die Brust ein, dem sog. Keller-Funnel. Hierbei handelt es sich um eine Art Spritztüte, in der das Implantat, ohne mit den Händen des Operteurs in Kontakt zu kommen, in die Brust eingebracht wird. Das reduziert nachweislich die Kontamination mit Bakterien und die Kapselfibroserate.  

Sollte eine Kapselfibrose operiert werden?

Bei einer beginnenden Kapselfibrose muss nicht notwendigerweise sofort operiert werden. Bei schmerzhaften und brustverformenden Kapselfibrosen ist eine operative Korrektur zu empfehlen.

Welche Brustimplantatmarke verwenden Sie?

Ich benutze ausschließlich Qualitätsimplantate der Firma SEBBIN. Die Firma gibt eine lebenslange Garantie auf ihre Implantate (Produktschäden).

Müssen Implantate nach einer bestimmten Zeit gewechselt werden?

Implantate der neuen Generation müssen bei Beschwerdefreiheit ein ganzes Leben im Körper verbleiben. Allerdings sind regelmäßige klinische Kontrollen durch Ihren Operateur und Frauenarzt notwendig.

Was sind die Merkmale eines beschädigten Brustimplantat?

Bei einem beschädigtem Brustimplantat können Schwellungen, Druckschmerzen Einziehungen im Brustgewebe auftreten. In der Regel werden jedoch Beschädigungen des Implantates nicht vom Patienten bemerkt.

Soll ein beschädigtes Implantat ausgetauscht werden?

Ein kaputtes oder beschädigtes Brustimplantat sollte operativ entfernt werden und durch ein neues ersetzt werden, um potentielle Komplikationen zu vermeiden.

Laufen kaputte Brustimplantate aus?

Neuere Implantate werden aus einem sog. kohäsiven Silikon gefertigt. Auch wenn man sie durchschneidet, haben sie eine formstabile Konsistenz und laufen nicht aus. Ältere Implantate aus Silikon sind nicht derartig konzipiert und es kann zu einem Austritt von Silikon in die Umgebung kommen. Anders verhält es sich mit sog. Kochsalzimplantaten – hier ist das Innere der Implantate mit Kochsalz gefüllt. Kommt es zu einer Beschädigung der Silikonhülle des Implantates, tritt die Flüssigkeit aus. Das Kochsalz ist ungefährlich für den Körper und wird resorbiert. Jedoch verliert die Brust sukzessive an Volumen und es entsteht eine Brustasymmetrie, die nur operativ korrigiert werden kann.

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