Eigenfettbehandlung / Lipofilling


Fachbegriff

Fachbegriff

Lipofilling, Lipostructuring, fat grafting
Eingriffsdauer

Eingriffsdauer

1-2 Stunden, je nach ergänzender Operation bis zu 4 Stunden
Art der Narkose

Art der Narkose

lokale Betäubung mit Dämmerschlaf, Vollnarkose bei Kombinationseingriffen wie Facelift
Aufenthalt

Aufenthalt

ambulant, stationär bei ergänzender Operation wie Facelifting
Nachbehandlung

Nachbehandlung

Pflasterverband
Schonzeit

Schonzeit

4 Wochen
Gesellschaftsfähig

Gesellschaftsfähig

nach ca. 2 Wochen
Arbeitsfähig

Arbeitsfähig

nach ca. 2-3 Tagen
Ergänzende Eingriffe

Ergänzende Eingriffe

Oberlidstraffung, Unterlidstraffung, Facelift, Halslift
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Allgemeines zur Eigenfett- behandlung

Die Behandlungen von altersbedingten Volumenverlusten und Hautelastizitätsveränderung des Gesichtes durch die Unterspritzung mit Eigenfett (

Lipofilling

, Lipostructur) ist ein etabliertes Verfahren in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie um eine Hautstraffung und ein jüngeres Aussehen zu erreichen. Fett ist zur Auffüllung von verloren gegangenem Gewebe oder zur Faltenbehandlung, insbesondere im Bereich der Wangen, Augen, Schläfen, Stirn, Mund und Lippen, der ideale Filler. Fett ist ein biokompatibles körpereigenes Material, das keine Fremdkörperreaktionen hervorruft, gut verfügbar und leicht zu gewinnen ist.
Ein weiterer Vorteil liegt in dem dauerhaften Ergebnis, da der Körper die transplantierten Fettzellen - im Gegensatz zu anderen Fillersubstanzen wie z.B. Hyaluronsäure - nicht abbaut, wenn sie einmal angewachsen sind. Das Lipofilling kann mit anderen straffenden Operationen des Gesichtes wie Facelifting, Oberlidstraffung, Unterlidstraffung, Lippenkorrektur und Halslift sehr gut kombiniert werden, da es das verlorene Volumen des Unterhautfettgewebes regelrecht aufpolstert und damit eine

Hautstraffung

erzielt. Außerdem ergänzt das

Lipofilling

den verjüngenden Effekt dieser Methoden optimal durch seine regenerative Eigenschaft auch auf die Hautstruktur, da sich im verpflanzten Fett auch Stammzellen befinden.

Prinzip der EIgenfett- transplantation

Die

Eigenfettbehandlung

besteht prinzipiell aus drei Einzelschritten. Zuerst müssen die körpereigenen lebenden Fettzellen aus geeigneten Spenderregionen des Körpers (Bauch, Flanken, Hüften, Po oder Oberschenkel) mit einer speziellen Fettabsaugkanüle gewonnen werden. Gerne können auch gleichzeitig körperkonturierende Fettabsaugungen erfolgen. In einem zweiten Schritt muss das entnommene Fett speziell aufbereitet und gereinigt werden, um in einem abschließenden dritten Schritt der Fetteinbringung mit feinen Injektionskanülen in spezieller Technik in die betroffenen Gebiete über winzige Hautinzisionen eingespritzt zu werden.
Um die individuellen Anforderungen der

Eigenfettbehandlung

im Gesicht optimal zu erfüllen, wurden die Techniken sukzessive verfeinert. PD Dr. med. Maximilian Eder hatte während seiner Weiterbildung im Bereich der ästhetischen Gesichtschirurgie, neben dem Erlernen spezieller Facelift-Techniken und verschiedener Methoden der Augenlidstraffung, insbesondere die Möglichkeit, die Gesichtsverjüngung mit Eigenfett durch seine mehrmonatige Spezialisierung bei den Pionieren auf diesem Gebiet Dr. P. Tonnard und Dr. A. Verpaele in Gent, Belgien, erlernt und in seinem Behandlungsspektrum etabliert.

Anwendungsgebiete

Macrofett Die oben geschilderte klassische Eigenfettgewinnung erfolgt teilweise mit dickeren, stumpfen Kanülen mit dem Ziel große Defekte oder Volumenverluste aufzufüllen. Diese Methode wird unter dem Begriff Macrofett (macrofat) geführt und wird im Bereich der Brustvergrößerung mit Eigenfett, in der Brustrekonstruktion mit Eigenfett oder der Gesäßvergrößerung mit Eigenfett angewendet. Microfett Für feinere, empfindlichere Regionen verwendet man kleinere, stumpfe Kanülen mit sehr geringen Durchmesser (0,7-0,9 mm) zur Fettinjektion. Daher müssen auch die Fettpartikel entsprechend feiner sein, um eine filigranere und gleichmäßigere Modellierung zu ermöglichen und damit die Kanülen nicht zu verstopfen. Daher wird das Fett bei niedrigem Druck mit einer speziellen multiperforierten Minikanüle abgesaugt. Das gewonnene Fett wird dann gewaschen und Microfat genannt. Das Microfat kann dann mit den feineren Kanülen zielgenau und kontrolliert injiziert werden, um bspw. Volumenverluste in der Brauenregion, Oberlidern, Unterlidern, Tränenrinne, Schläfen, Nasolabialfalten, Marionettenfalten oder Wangenknochenregion aufzufüllen, aber auch zur Lippenkorrektur, Kinnkorrektur, Unterkieferknochenkonturierung oder Narbenkorrektur. Aber auch in anderen Körperregionen kann Microfett Unebenheiten glätten oder einen Volumenaufbau ermöglichen, wie bspw. am Handrücken oder Oberschenkel- und Wadenregion.
SNIF (Sharp Needle Intradermal Fat) Fett Eine weitere Verfeinerung der Microfett Anwendung wurde vorgenommen, um tiefe feine Falten in Problemzonen wie der Stirn (Zornesfalte), Augen (Brauenlift, Krähenfüße), Wangen (Nasolabialfalte), Mund (Mrionettenfalte), Lippen (Lippenmodellierung, senkrechte „Barcode“-Falten), Hals, Dekolleté und Handrücken zu behandeln. Hierzu wird das Microfett mit einer feinen Kanüle direkt in die obere Hautschicht eingespritzt. Das Vorgehen heißt daher auch SNIF = Sharp Needle Intradermal Fat und regeneriert durch die vorhandenen Stammzellen im Vergleich zu Fillersubstanzen wie z.B. Hyaluronsäure zeitgleich die Haut. Nanofett - Verjüngung mit Stammzellen Um das regenerative Potential der Stammzellen im Fett weiter zu nutzen und einen direkten positiven Effekt auf die Hautoberflächenverjüngung inkl.

Hautstraffung

zu erreichen, wird das Fett mechanisch bearbeitet, in dem es 30 Mal von einer Spritze zu einer anderen übertragen wird, und so eine flüssige Fettemulsion entsteht. Diese wird nochmals gefiltert und Nanofat genannt. Der Volumeneffekt des Microfetts ist somit zwar begrenzt, aber die Hautverjüngung und Regeneration zeigt sich bei fächerförmiger intradermaler Injektion mit einer äußerst feinen Nadel nach 1-3 Monaten. Insbesondere bei altersbedingten Hautveränderungen im Bereich des Halses, des Dekolletés und des Handrückens haben sich erstaunliche Ergebnisse gezeigt. Auch zur Behandlung dunkler Augenringe, die durch sehr dünne Haut über den Augenringmuskel hervorgerufen werden, ist durch die intradermale Nanofettbehandlung eine sehr gute Verbesserung möglich und die Patientinnen müssen nicht mehr dauerhaft Make-Up auftragen.

Operation zur Eigenfettbehandlung

Der Eingriff wird in der Regel unter ambulanten Bedingungen in lokaler Betäubung mit leichtem Dämmerschlaf durchgeführt. Falls jedoch die Eigenfettverpflanzung mit einem aufwendigeren Eingriff wie z.B. einem Facelifting kombiniert wird, findet die Behandlung in Vollnarkose statt und die Patientin bleibt über Nacht stationär. Die Operation dauert je nach Region, benötigten Volumen und kombinierter OP zwischen 1-4 Stunden. Der Eingriff muss unter sterilen Verhältnissen im OP durchgeführt werden. Wie bei einer Fettabsaugung/Liposuktion wird eine spezielle Flüssigkeitslösung mit einem enthaltenen Lokalanästhetikum (Tumeszenzlösung) in die, vor der OP angezeichneten Spenderregion(en) eingespritzt und die behandelnde Region somit schmerzfrei betäubt. Das körpereigene Fettgewebe wird mit speziellen Absaugkanülen, für die weitere Injektion steril aufbereitet und abschließend mit der jeweiligen Technik in der gewünschten Behandlungsregion appliziert. Dies erfolgt über kleine Stichinzisionen der Haut, welche in der Regel nicht vernäht werden müssen. Es erfolgt immer eine sog. „Überkorrektur“. Dies ist notwendig, da in den ersten drei Monaten ca. 30-40 % des eingebrachten Fettgewebes abgebaut (resorbiert) werden.
Der Grund hierfür liegt darin begründet, dass die verpflanzten Fettzellen aus ihrer ursprünglichen Umgebung neu verpflanzt worden sind und noch keine Versorgung mit Nährstoffen und Blut haben. In der Regel bleibt das nach ca. einem halben Jahr vorhandenen Volumen dauerhaft erhalten. Der Eingriff kann nach ca. 6 Monaten wiederholt werden, wenn das eingebrachte Volumen nicht das gewünschte Ergebnis zeigt. Der Eingriff nimmt unser

Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie

Dr. Eder

in der

Praxis München

oder in der

Praxis Aschaffenburg

vor. Genauere Fragen zu dem Ablauf des Eingriffs können Sie

Dr. Eder

im Vorgespräch stellen.

Nachsorge nach Operaton zur Eigenfettbehandlung

Direkt nach der Operation zeigen sich harmlose Schwellungen und ggf. Blauverfärbungen im Bereich der Empfängerregion. Die Entnahmestelle kann Blutergüsse aufweisen. Schwellung und Blutergüsse bilden sich in den ersten 2-3 Wochen zurück. Schmerzen sind selten und falls vorhanden, sehr gut mit leichten Schmerzmitteln zu behandeln.
Sollten größere Areale abgesaugt sein, kann mitunter das Tragen von Kompressionskleidung notwendig sein – dies wird aber im Einzelfall mit Ihnen im Aufklärungsgespräch mit

Dr. Eder

ausführlich besprochen. Vier Wochen nach der Operation sollten Sie auf Sport, Sauna-, Spa- und Solariumbesuche verzichten, sich schonen und keine anstrengende körperliche Arbeit verrichten.

Risiken / Komplikationen des Lipofillings

Die Risiken bei diesem besonders schonenden Eingriff sind vergleichsweise gering. Schwellungen, Blutergüsse und Blauverfärbungen der Haut in der Umgebung der Operationsstelle und der Entnahmestelle des Fettes sind normal und bilden sich in den ersten Wochen zurück. Infektionen und Wundheilungsstörungen sind sehr selten und können durch Antibiotika gut behandelt werden.
Nicht resorbierte Fettzellen können zur Entstehung sog. Ölzysten führen, die ggf. chirurgisch behandelt werden müssen, aber bei der Verwendung moderner Injektionsverfahren nur noch äußerst selten vorkommen. Die genaue Resorptionsrate ist sehr unterschiedlich und nicht vorhersehbar, sodass unter Umständen eine zweite Transplantation vorgenommen werden muss.
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