Hyperhidrose /
Behandlung gegen Schwitzen


Fachbegriff

Fachbegriff

Hyperhidrose, Hyperhidrosis
Eingriffsdauer

Eingriffsdauer

OP: 1-2 Stunden, Botox: 0,5 Stunden
Art der Narkose

Art der Narkose

bei OP: lokale Betäubung, ggf. Vollnarkose, Botox: lokale Betäubung
Aufenthalt

Aufenthalt

ambulant
Nachbehandlung

Nachbehandlung

bei OP: Kompressionsverband, Botox: keine
Schonzeit

Schonzeit

bei OP: 4 Wochen, Botox: keine
Gesellschaftsfähig

Gesellschaftsfähig

bei OP: nach ca. 1 Woche, Botox: sofort
Arbeitsfähig

Arbeitsfähig

bei OP: nach ca. 2 Wochen, Botox: sofort
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Allgemeines zur Hyperhidrose

Eine übermäßige Schweißsekretion (Hyperhidrose oder Hyperhidrosis) liegt vor, wenn die natürliche Schweißproduktion gestört ist und viel mehr Schweiß produziert wird als notwendig. Dieses Ungleichgewicht ist für die Patienten äußerst belastend und führt mitunter zur sozialen Isolierung. 

Insbesondere stark schwitzende Hände und Achseln sind häufige Probleme. Es gibt aber verschiedene Verfahren, um diese psychische und physischen Belastung wirkungsvoll zu behandeln.

Behandlung mit Botox

Schwitzende Hände oder übermäßiges Schwitzen im Bereich der Achseln können wirkungsvoll mit Botulinumtoxin A (bekannt unter Botox) behandelt werden. Durch das gleichmäßige Einspritzen von Botox in die Haut der Handinnenfläche oder der Achseln wird die Nervenübertragung der Schweißdrüsen gestört und somit die Schweißsekretion verhindert

Somit kann für ca. 3-6 Monate die übermäßige Schweißsekretion unterbrochen werden. Informieren Sie sich HIER über die Wirkungsweise und Anwendung von Botox.

Behandlung der Achselhöhlen mit der Saugkürettage

Eine operative Maßnahme ist die Behandlung von übermäßigem Schwitzen der Achselhöhlen mit der sogenannten Saugkürettage. Der Eingriff kann in lokaler Betäubung mit leichtem Dämmerschlaf oder in Vollnarkose erfolgen. Hierbei werden die Schweißdrüsen mit dem Fettgewebe in der Achselhöhle abgesaugt und es kann eine Reduzierung der Schweißsekretion um bis zu 70 Prozent erzielt werden.

Die abgesaugten Schweißdrüsen können sich nicht mehr erneuern und es kommt auch nicht zu einem sogenannten kompensatorischen Schwitzen in anderen Körperregionen. Jedoch sollte bei dieser Behandlung nicht die komplette Schweißbildung ausgeschaltet werden, sondern lediglich eine Reduzierung der Schweißbildung erfolgen.

Nachsorge

Im Anschluss an den operativen Eingriff mit der Saugkürettage muss für ca. eine Woche Tage ein spezieller Kompressionsverband in der Achselregion getragen werden. Die Schweißbildung in der Achselhöhle bleibt in der ersten Zeit vollständig zurück. Nach einigen Monaten ist jedoch damit zu rechnen, dass die verbliebenen Schweißdrüsen wieder Schweiß bilden und es so erneut wieder zum Schwitzen kommen kann. Im Idealfall jedoch nicht mehr so stark wie vor der Behandlung. Der Behandlungserfolg kann erst nach gut 6 Monaten beurteilt werden.

Leichte Taubheitsgefühle werden von den Patienten häufiger nach einer Behandlung mittels Saugkürettage im Bereich der Achseln beschrieben, diese bilden sich aber im Verlauf zurück. Mitunter kann sich Lymphflüssigkeit nach der OP im Bereich der Achseln ansammeln und zu leichten Schwellungen führen. Auch diese Schwellungen bilden sich mit der Zeit in der Regel vollständig zurück.

Risiken/Komplikationen der Behandlung mit Botox oder Saugkürettage

Das Spritzen von Botulinumtoxin A/ Botox zeigt fast keine Nebenwirkungen. Informieren Sie sich HIER über die Wirkungsweise und Anwendung von Botox. Mitunter kann es nach der Behandlung mit Botox zu lokalen Infektionen kommen.

Nach dem Eingriff mit der Saugkürettage bildet sich eine narbige Veränderung unter der Haut, welche für kurze Zeit die Armbeweglichkeit leicht einschränken kann.

Wundheilungs- und Durchblutungsstörungen der Haut sind selten und es können Hautdefekte, Flüssigkeitsansammlungen und eine Reduzierung des Haarwuchses auftreten. Bei aktiven Rauchern kann es zu chronischen Wundheilungsstörungen kommen und deshalb sollte das Rauchen mindestens eine Woche vor und 3 Wochen nach der OP pausiert werden.

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